Mann mit Büchern und einer Tasse, auf der steht I love tax.

Start-up-Family (SCE) brachte Licht in den Steuer-Dschungel

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Am 07. Februar 2017 war es endlich wieder soweit und die Start-up-Family, vom SCE (Entrepreneurship Center der Hochschule München), hat sich in der Creative Hall, Heßstr. 89 in München getroffen. An diesem Abend wurden den zahlreich anwesenden neugierigen Blicken und offenen Ohren, viele Tipps und Fallstricke rund um das Thema Steuer-Oase aus der Gründersicht weitergegeben. Aber bevor es losging, war erstmal wieder Zeit zum Pitchen.

 

Wer hatte sich diesmal vorgestellt und präsentiert?

Es war wieder spannend zu sehen, welche Ideen in den Gründerköpfen gereift waren und umgesetzt wurden oder wer noch mitten in seiner Verwirklichung seines Projekts steckt.

 

1.) Zapptales – Daniel Vicen Renner

Sie hatten eine lustige Idee, nämlich „unseren“ WhatsApp-Chat-Verlauf in ein Buch zu bündeln. Es ginge natürlich auch online, per PDF zu gestalten. Wirklich eine verrückte, aber witzige Idee, die bis jetzt auch sehr gut anläuft.
Immerhin ist es mal etwas anderes, als das bekannte Foto-Buch per Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk. Oder?

 

2.) DWYL Monday – Galina Bankova (CEO)

„Do work your love“, so heißt ihr Slogan. Jeden Montag, um 07:30 Uhr in München, geht es los und diese Gruppe startet den Tag und die Woche, bei leckerem Frühstück und vor allem mit viel Kaffee. Dabei entstehen neue Kontakte, neue Ideen und Motivationsleitfäden, die den Anwesenden helfen sollen, prima durch die Woche zu kommen.
Dieser „Power-Leitfaden“ hält dann bis zum nächsten Montag an 😉 … und sie treffen sich wieder. Tolle Idee!

 

3.) „Tozy fashion“ – Dominik Hirschberg (einer der Gründer) und Team

Sie sind ein junges Start-up Unternehmen, was sich der Modebranche widmet und die sich auf alltagstaugliche, sich dem Wetteranpassende und tragbare Kleidung spezialisiert hat. Das heißt zum Beispiel es wurde eine Jacke entwickelt, die sich quasi dem Wetterwechsel anpassen kann, natürlich nicht durch Zauberhand, aber mit dem sogenannten „Zwiebel-Look“-Textilverfahren.

Mehrere Infos könnt ihr über mich erfahren – meldet euch, wen es interessiert.
Details folgen demnächst, ich bleibe am Thema dran ;-).

 

4.) Pioniernetz – Deine Energie – Andreas Eberhardt (Gründer & CEO)

Hier soll Energie/Strom vom Nachbarhaus „gezapft“ werden, natürlich legal. Das ganze Projekt und die Vision beläuft sich auf der Idee, durch eine private Nutzungskopplung quasi den Strom, mit anderen Haushalten, zu teilen. Zum Beispiel: der Nachbar besitzt eine Solaranlage auf seinem Hausdach und diese Anlage wird durch eine Erzeugungsanlage (Speicher) und private Nutzungskopplung so verbunden, dass umstehende Häuser mit dieser neu generierten Energie versorgt werden können – der Strom wird also geteilt und neu generiert.

Wirklich eine tolle Idee, denn gerade wo die Ressourcen immer knapper werden und die Weltbevölkerung stetig steigt.

Auch da bleibe ich dran ;-), und berichte immer mal wieder was bei den „Pionieren“ so passiert.

 

Jetzt zum Vortrag – was wurde mitgeteilt?

 

Aber nun zum Tax-Vortrag, auch wenn bestimmt die obigen Start-up-Berichte für den ein oder anderen Leser spannender waren, als irgendwelcher Zahlenwust. 😉

Der spannende Vortrag wurde von zwei Expertinnen gehalten, die sich täglich durch den Tax-Dschungel, bei der KPMG AG München, durchbeißen. Frau Kathrin Feldbaum, Senior Manager und ihre Begleitung Frau Julia Rosenbach, Assistant Manager bei der KPMG AG München, haben in den 2 Stunden versucht etwas Aufklärung zu schaffen – und ich denke das haben sie auch teilweise gut geschafft. Dennoch blieben fragende Gesichter vor den beiden KPMG-Damen sitzen, weil sich der Zuhörer manchmal still die Haare raufte, denn die Thematik ist einfach zu „steril“ und „trocken“ dazu. Es fehlten ein paar Fall-Beispiele aus der Praxis, trotz hoher Kompetenz von Frau Feldbaum und Frau Rosenbach, um den Anwesenden ein noch besseres Steuer-Bild zu verschaffen.

Aber dieses „Problem“ lösten die anstehenden Gründer teilweise selbst, weil sie entsprechende Fragen an die zwei KPMG-Expertinnen stellten und dadurch konnten doch noch einige Praxis-Steuerfälle erklärt und damit verbundene Tipps geliefert werden.

Beleuchtet wurden unter anderem welche Rechtsformen zur Auswahl stehen und welche am besten gewählt werden sollte und wie ein ggf. Wechsel von einer bereits gewählten Geschäftsform in eine andere Form stattfinden könnte.

Frau Feldbaum und Kollegin Rosenbach erklärten unter anderem einige Stolpersteine, die jeder Gründer beachten sollte. Das fing mit dem Hinweis zur Kleinunternehmerregelung an, die besagt wenn sie in Anspruch genommen werden sollte, dass folglich keine im laufenden Monat gezahlten Rechnungen, für zum Beispiel Ausgaben an Lieferanten, Werkzeugeinkauf oder Materialeinkauf, keine Vorsteuer (MwSt) beim Finanzamt vorab geltend gemacht werden darf. Der Grund liegt darin, das der Unternehmer auf seinen Rechnungen KEINE MwSt ausweist, und somit darf er diese folglich auch nicht an das Finanzamt abführen. Und ehrlich gesagt, ein wenig unprofessionell würde so eine Rechnung, ohne Ausweisung der MwSt, auch aussehen, oder … aber jeder entscheidet selbst.

 

Gründer wollen alle GROSS werden und deshalb sollten sie auch von Beginn an GROSS denken :-)!

Es gibt nur Plan – A!

Richtig?

 

Jeder Gründer sollte sich vorher Gedanken machen, und sich diese Fragen vorab stellen:

  • Wie viele Teilhaber oder Mitgründer wird es geben?
  • Wie hoch ist meine Haftungsgrenze?
  • Wie hoch ist mein Kapital?
  • Welche Rechtsform wähle ich, Einzelunternehmer oder direkt eine GbR oder GmbH?
  • Welche Besteuerung kommt, je Gründungsform auf mich zu?

 

Hier kommt direkt noch ein wichtiger Tipp:
Wer sich tatsächlich von Beginn an GROSS gründen möchte, der sollte unbedingt einen sehr guten Steuerexperten zu Rate ziehen, denn diese Damen und Herren beherrschen ihr Handwerk – im bestem Fall – aus dem „Effeff“.

Sicherlich können Gründer für schnelle und „nicht so wichtige“ Fragen auch mal „Dr.Google“ 😉 nutzen, aber für die Härtefälle und um Fehler zu vermeiden, immer zu einem Steuerfachmann/-frau gehen.

 

 

Jedenfalls war es wieder eine rundum schöne und vor allem informative Veranstaltung. Danke liebes SCE!

 

Wer übrigens Lust hat, das SCE kennenzulernen, der kann sich für den kommenden Montag, den 13. Februar 2017, noch schnell bei www.eventbrite.de anmelden. Es findet was ganz Tolles statt. Schaut mal vorbei.

 

Ich werde auch davon berichten.

 

Bis bald,

Eure Annett

 

 

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